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Das Schulgebäude des Verdener Campus aus der Vogelperspektive
Betül Kilci 25. August 20266 Min. Lesezeit

Selbstgesteuertes Lernen am Verdener Campus: Wie Struktur und Eigenverantwortung zusammenwirken

Übersetzung erstellt von einem KI-Übersetzungsdienst

Selbstgesteuertes Lernen am Verdener Campus: Wie Struktur und Eigenverantwortung zusammenwirken
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Selbstgesteuertes Lernen am Verdener Campus: Wie Struktur und Eigenverantwortung zusammenwirken

Ein guter Schultag beginnt mit Orientierung 

Wie beginnt ein Schultag, wenn Lernende nicht einfach einem festen Stundenplan folgen, sondern ihren Tag aktiv selbstgestalten?  Am Verdener Campus startet ein typischer Morgen mit der sogenannten Campuszeit, einer kurzen Orientierungsphase, in der sich die Lernenden einen Überblick verschaffen: Welche Aufgaben stehen an? Was ist bereits erledigt? Wo muss ich noch etwas nachholen? Auf dieser Grundlage planen sie ihren Tag und entscheiden, worauf sie ihren Fokus legen.

Das itslesrning-LMS ist ein selbstverständlicher Teil des Schulalltags. Die Schüler:innensehen es nicht als seperates Tool, sondern als natürlichen Bestandteil ihres Lernens.

Schüler:innen in einem Klassenzimmer mit Tablet oder iPad und einer Whiteboard-Tafel im Hintergrund

Ein Schulkonzept für selbstgesteuertes Lernen

Der Verdener Campus ist eine Oberschule mit einer hetereogenen Schüler:innengemeinschaft und unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Die Schule nimmt diese Vielfalt an und hat ihre pädagogischen Prozesse auf Struktur und Verantwortung ausgerichtet. Im Leitbild der Schule heißt es: 

"Wir wollen damit unserem Anspruch gerecht werden, die richtige Schule für jedes Kind zu sein, das uns anvertraut wird."

 

Im Zentrum stehen offene Lernsettings und selbstgesteuertes Lernen. Frontalunterricht wird durch Lernzeiten ergänzt oder ersetzt, in denen Lernende eigenständig arbeiten. Lehrkräfte übernehmen dabei eine andere Rolle: Sie begleiten Lernprozesse, statt sie zu steuern.

Die Lehrkraft Antje Inselmann beschreibt diesen Ansatz so:

"Wir arbeiten in den Hauptfächern überwiegend im selbstorganisierten Lernen in offenen Lernsettings. Das heißt, die Kinder überlegen sich, an welchen Aufgaben sie konkret arbeiten wollen und planen ihren Tag entsprechend."

Dieser Rahmen schafft die Grundlage dafür, dass Selbstständigkeit nicht nur gefordert, sondern im Alltag tatsächlich gelebt werden kann.

Wie itslearning das Lernkonzept im Alltag unterstützt

Damit dieser pädagogische Rahmen in der Praxis funktioniert, braucht es eine verlässliche Grundlage. Am Verdener Campus ist diese Grundlage itslearning.

Lernpläne, Materialien und Aufgaben sind zentral über itslearning verfügbar. Lehrkräfte können Inhalte flexibel anpassen, aktualisieren und auf unterschiedliche Lernende zuschneiden. Differenzierte Pläne ermöglichen es, einzelnen Lernenden Aufgaben bereitzustellen, die ihren Lernfortschritt unterstützen.

Das folgende Video ist auf Deutsch.

 

Gleichzeitig unterstützt die Lernplattform auch die Zusammenarbeit im Kollegium. Unterrichtsinhalte werden gemeinsam entwickelt, angepasst und wiederverwendet. Dadurch entsteht eine einheitliche Struktur, die gleichzeitig flexibel bleibt.

Antje Inselmann beschreibt den Unterschied so:

Antje Inselmann – Lehrkraft Campus Verdener"Wir haben deutlich bessere Differenzierungsmöglichkeiten, weil die Materialien digital hinterlegt sind. Ich kann Aufgaben anpassen, ergänzen oder reduzieren und sie gezielt einzelnen Schüler:innen zuweisen. Das ist eine große Erleichterung im Vergleich zu vorher."

– Antje Inselmann, 2. Oberschulkonkrektorin am Verdener Campus

Digitale Tools sind damit kein Selbstzweck, sondern ermöglichen es, das pädagogische Konzept im Alltag umzusetzen.

Feedback als Teil des Lernprozesses

Ein zentraler Bestandteil des Lernprozesses ist die Rückmeldung. Am Verdener Campus geht diese über eine reine Bewertung oder Benotung hinaus.

Lernende erhalten Feedback zu ihren Aufgaben, das sich an klaren Kriterien orientiert. Sie können nachvollziehen, wie ihre Leistungen eingeschätzt wurde und an welchen Punkten sie weiterarbeiten können. Rückmeldungen erfolgen direkt im Arbeitsprozess und sind jederzeit abrufbar.

Eine Schülerin beschreibt den Bewertungs- und Feedbackprozess folgendermaßen:

„Ich kann genau sehen, warum ich eine bestimmte Note bekommen habe. Da stehen Kriterien wie Zeitmanagement oder wie ich gearbeitet habe. Dadurch verstehe ich das viel besser und weiß, was ich verbessern kann."

– Liana, Schülerin der 10. Klasse am Verdener Campus

Auch für Lehrkräfte verändert sich die Art, Feedback zu geben:

„Ich kann sofort Rückmeldung geben, schriftlich oder auch als Audio. Und die Schüler:innen können jederzeit darauf zurückgreifen, wenn sie weiterarbeiten oder etwas noch einmal nachvollziehen möchten."

– Antje Inselmann, 2. Oberschulkonrektorin am Verdener Campus

Feedback markiert damit nicht das Ende des Lernprozesses, sondern ist in ihn eingebunden.

Eine andere Form des Lehrens

Dieses pädagogische Modell verändert auch die Rolle der Lehrkräfte. Statt die primäre Wissensquelle im Raum zu sein, übernehmen Lehrkräfte am Verdener Campus die Rolle von Lernbegleitenden. Sie unterstützen individuelle Lernwege und helfen Lernenden dabei, sich in ihrem eigenen Tempo weiterzuentwickeln. 

Das zeigt sich unter anderem in regelmäßigen Entwicklungsgesprächen, in denen Lernende ihren Lernstand reflektieren und gemeinsam mit Lehrkräften weiterentwickeln. Digitale Tools unterstützen diesen Prozess, indem sie Lernstände sichtbar machen und dokumentieren.

Eine Lehrkraft beschreibt, wie digitale Tools dabei helfen, einzelne Lernende gezielter zu unterstützen:

"Wir arbeiten als Lernbegleiter:innen und unterstützen die Kinder bei ihrem Lernen. Durch die digitalen Möglichkeiten bin ich näher am einzelnen Kind dran und kann gezielter unterstützen."

Die Lernenden übernehmen schrittweise Verantwortung für ihr eigenes Lernen, ohne dabei allein gelassen zu werden.

Zusammenarbeit im Unterricht und darüber hinaus

Während die Lernenden dazu ermutigt werden, Eigenständigkeit zu entwickeln, spielt Zusammenarbeit am Verdener Campus eine ebenso wichtige Rolle. Je nach Aufgabe arbeiten Lernende allein oder in Gruppen, teilweise auch über verschiedene Lerngruppen hinweg.

Auch innerhalb des Kollegiums ist eine Zusammenarbeit zentral. Materialien werden gemeinsam entwickelt und im Team geteilt. Das trägt zu einer einheitlichen Struktur bei, auf die sich Lehrkräfte und Schüler:innen verlassen können.

Diese Verbindung aus individueller Arbeit und gemeinsamer Entwicklung schafft eine neue Lernumgebung, die sowohl Orientierung als auch Austausch ermöglicht, für Schüler:innen und Lehrkräfte gleichermaßen.

Digitale Kompetenzen für das Leben nach der Schule

Die Art, wie Schüler:innen am Verdener Campus lernen, bereitet sie auf mehr vor als nur die nächste Unterrichtsstunde. Die Kompetenzen, die sie entwickeln, eigenständig arbeiten, digitale Tools sicher nutzen und den eigenen Lernprozess reflektieren, begleiten sie auch nach ihrer Schulzeit.

Eine Schülerin stellt diesen Zusammenhang klar dar:

"Man lernt, Aufgaben eigenständig zu bearbeiten, so wie später im Beruf auch. Man bekommt eine Aufgabe und muss selbst schauen, wie man sie löst."

– Sophie, Schülerin der 10. Klasse am Verdener Campus

Diese Kompetenzen entstehen nicht zufällig. Sie wachsen durch ihre Verbindung aus klarer Struktur, verlässlicher Begleitung durch Lehrkräfte und Tools, die diesen Prozess unterstützen.

Fazit: Was Schulen daraus mitnehmen können

Der Verdener Campus zeigt, dass selbstorganisiertes Lernen nicht durch weniger Struktur entsteht, sondern durch eine klare und verlässliche Lernumgebung. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen geben Schüler:innen die Orientierung, die sie brauchen, um echte Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

itslearning unterstützt dieses Konzept, indem Lernpläne, Materialien, Feedback und Kompetenzen an einem Ort zusammengeführt werden. Die Plattform macht Lernprozesse sichtbar, erleichtert Differenzierung und ermöglicht schnellere Rückmeldungen. Entscheidend ist dabei nicht das Tool allein, sondern wie es in ein pädagogisches Konzept eingebettet ist.

Für Schulleitungen liegt darin eine wichtige Erkenntnis: Digitale Lernplattformen entfalten ihren Mehrwert besonders dann, wenn sie nicht als zusätzliche Aufgabe verstanden werden, sondern als Teil der Schulentwicklung. Sie können helfen, offene Lernsettings zu strukturieren, Lehrkräfte in ihrer Rolle als Lernbegleitung zu unterstützen und Lernende schrittweise mehr Verantwortung für ihr Lernen zu übertragen.

Struktur und Eigenverantwortung müssen dabei kein Wiederspruch sein. Am Verdener Campus greifen sie ineinander: Klare digitale Strukturen schaffen Orientierung. Die Orientierung ermöglicht selbständiges Arbeiten und durch die Begleitung der Lehrkräfte bleibt Lernen ein gemeinsamer Prozess.

Der Verdener Campus im Überblick

  • Schultyp: Sekundarstufe 1. und 2. 
  • Standort: Verden, Niedersachsen
  • Anzahl der Lehrkräfte: ca. 80 Lehrkräfte
  • Anzahl der Schüler:innen: ca. 750 Schüler:innen
  • itslearning im Einsatz seit: März 2020

 

 

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