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Illustration verschiedener Hände, die übereinander liegen
Schwedisch
23. Juni 20268 Minuten Lesezeit

Iris Hadar: Bildung ist ein Recht, kein Privileg

Übersetzung erstellt von einem KI-Übersetzungsdienst

Iris Hadar: Bildung ist ein Recht, kein Privileg
11:06

Iris Hadar ist eine Einrichtung der Erwachsenenbildung, deren Fundament auf sozialer Inklusion beruht. Die Geschichte der Schule reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Gegründet wurde sie von einer Gruppe sehbehinderter Menschen, die ihren eigenen Weg in die Arbeitswelt schufen, zu einer Zeit, als der Arbeitsmarkt sie ausschloss. Auch heute ist die Botschaft der Inklusion weiterhin deutlich spürbar. Die stellvertretende Schulleiterin Chrystel Sinclair-Brandt bringt es so auf den Punkt: „Es spielt keine Rolle, wer Sie sind. Unabhängig von Ihrer Herkunft, Ihren Sprachkenntnissen oder möglichen Diagnosen haben Sie das Recht, Teil der Gesellschaft zu sein und sie mitzugestalten.“

Chrystel Sinclair Brandt, die eine Brille und ein weißes Hemd trägt, blickt lächelnd in die Kamera.

Unser Ziel ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden und eine Arbeit zu finden. Dafür setzen sich alle, die hier arbeiten, mit grossem Engagement ein. Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch die Chance haben sollte, Teil der Gesellschaft zu sein und sie mitzugestalten

Chrystel Sinclair-Brandt
Stellvertretende Schulleitung, Kursentwicklung und Administration Iris Hadar 

Iris Hadar bietet einen umfassenden Bildungs- und Karriereweg, der von SFI (Schwedisch für Einwanderer) über die Erwachsenenbildung in der Primar- und Sekundarstufe sowie die berufliche Ausbildung in den Bereichen Gesundheit, Sozialwesen und Kinderbetreuung bis hin zu gezielten Unterstützungsangeboten reicht, die Einzelpersonen dabei helfen sollen, erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzusteigen.  

Die Lernenden haben sehr unterschiedliche Hintergründe und Lebenssituationen. Viele von ihnen lernen vollständig online. Einige sind neu zugewandert, andere sind seit längerer Zeit arbeitslos und möchten sich beruflich neu qualifizieren. Dazu kommen Menschen, die ihre Schulbildung nicht abschliessen konnten, sowie Berufstätige, die sich beruflich neu orientieren möchten. Viele Lernende haben diagnostizierte Unterstützungsbedarfe, zum Beispiel aufgrund einer Sehbeeinträchtigung, ADHS oder Legasthenie. Andere tragen Verantwortung für die Betreuung von Familienangehörigen oder Verwandten. Deshalb benötigen diese Lernenden ein hohes Mass an Flexibilität in ihrem Studium.  

Die Herausforderung: Barrieren beim Zugang zu Bildung abbauen

Die erwachsenen Lernenden bei Iris Hadar müssen Arbeit, Familie und Betreuungsaufgaben mit ihrem Studium vereinbaren und lernen fast ausschliesslich online. Sie unabhängig von Herkunft, Sprachniveau oder Beeinträchtigung zu motivieren, zu unterstützen und wirklich einzubeziehen, erfordert eine digitale Lernumgebung, die Flexibilität ermöglicht, für alle Lernenden zugänglich ist und Lehrkräften hilft, für ihre Lernenden präsent zu sein. Das Fernstudium bietet die Möglichkeit, im eigenen Tempo zu lernen und die Lernzeiten an andere Verpflichtungen anzupassen. Bei einem vollen Alltag und ohne einen physischen Schulort kann dies jedoch für Lernende ohne ausgeprägte Lerngewohnheiten schwierig sein. Für sie sind eine klare Kursstruktur und die Präsenz der Lehrkräfte entscheidend. Beides hilft ihnen, engagiert zu bleiben und ihre Kurse erfolgreich abzuschliessen.
Im Jahr 2022 entschied sich Iris Hadar, itslearning durch ein kostenloses Lernmanagementsystem zu ersetzen. Bereits 2023 kehrte die Einrichtung zu itslearning zurück, da das neue System nicht die Funktionen bot, die Lehrkräfte und Lernende benötigten. Die Struktur der kostenlosen Plattform war einfach, aber nicht intuitiv. Lernende hatten Schwierigkeiten, ihre Aufgaben, Lernmaterialien und Rückmeldungen zu finden. Ausserdem fehlten Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Kurse, Funktionen zur Barrierefreiheit und aussagekräftige Einblicke in die LernaktivitätenFür eine sehbeeinträchtigte Lehrkraft war die kostenlose Plattform überhaupt nicht nutzbar. Auch die Lernenden äusserten Beschwerden. Als Gründe für einen Abbruch nannten sie unter anderem zu schwierige Lernmaterialien und sprachliche Barrieren. Die Lehrkräfte bei Iris Hadar waren engagiert und erfahren. Ohne die passenden digitalen Werkzeuge war es jedoch sehr schwierig, inklusive Bildung zu ermöglichen, insbesondere für Lernende im Fernunterricht. Die Lehrkräfte begannen ihren Arbeitstag mit einem unguten Gefühl, weil sie wussten, dass in ihrem Posteingang 300 bis 500 E-Mails von Lernenden warteten, die Unterstützung bei der Nutzung der Plattform benötigten

Wenn wir davon sprechen, alle Menschen in die Gesellschaft und in die Bildung einzubeziehen, ist das mit einer Plattform, die diese Anforderungen nicht erfüllt, nicht möglich. Barrierefreiheit war in dem kostenlosen Lernmanagementsystem schlicht nicht vorgesehen.“

Chrystel Sinclair-Brandt
Iris Hadar

Eine erwachsene Studentin trägt ein Kopftuch sowie einen locker sitzenden grünen Pullover und eine grüne Hose. Sie sitzt im Schneidersitz auf einem Sofa, trägt Kopfhörer und arbeitet an einem Laptop.

Der Prozess: Die Digitalisierung ist entscheidend für die Inklusion

Die Herausforderungen von Inklusion und Motivation in der digitalen Erwachsenenbildung lassen sich nur mit der richtigen Lernumgebung bewältigen. Richtig eingesetzt, kann Technologie eine wichtige Grundlage für Inklusion schaffen. Voraussetzung ist jedoch, dass Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigt wird. Die Plattform muss übersichtlich und intuitiv sein und den Lernenden einen klaren Weg vom Kursbeginn bis zum Abschluss bieten. Das ist besonders wichtig für neurodivergente Lernende sowie für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, die auf die Navigation per Tastatur und auf die Möglichkeit angewiesen sind, sich Aufgaben und Lernmaterialien vorlesen zu lassen. Eine strukturierte und verlässliche Kursumgebung kommt jedoch allen Lernenden zugute.

Da die Lernenden bei Iris Hadar sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, müssen Lehrkräfte Aufgaben differenzieren und Kursinhalte an den individuellen Bedarf anpassen können. Dafür benötigen sie geeignete Werkzeuge, die ihre Präsenz im Kurs stärken und den Austausch mit den Lernenden unterstützen. 

  • Kursarchitektur: Im Jahr 2025 strukturierte Iris Hadar die Kursarchitektur mithilfe des itslearning Planers neu. Die Lernenden erhalten dadurch einen übersichtlichen und klaren Lernweg. Chrystel vergleicht die Kursstruktur mit einem Ordner mit Registerkarten: Jedes Thema bildet einen eigenen Plan. Die Lernenden arbeiten sich darin Schritt für Schritt durch Texte, Aufgaben und Videos. So entsteht ein einheitlicher und verlässlicher Ablauf. Eine klare Struktur ist entscheidend, damit die Lernenden während des gesamten Kurses motiviert bleiben. In itslearning können Lehrkräfte Standardaufgaben kopieren und anpassen. Dadurch lassen sich Aufgaben und Lernmaterialien einfach auf einzelne Lernende oder Gruppen abstimmen.
  • Barrierefreiheit: Barrierefreiheit ist für digitale Bildungsangebote von entscheidender Bedeutung. Mit itslearning können Kursentwicklerinnen und Kursentwickler Kurse nach den Prinzipien des universellen Designs erstellen. Dadurch sind die Inhalte für alle Lernenden zugänglich, unabhängig von ihrem Hintergrund sowie von körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Chrystel nennt Lernende mit Sehbeeinträchtigungen als anschauliches Beispiel. In itslearning können sie mithilfe der Tastaturnavigation lernen und sich Aufgaben sowie Kursmaterialien über den plastischen Reader vorlesen lassen. Auf der kostenlosen Plattform war dies nicht möglich, da sie weder für die Tastaturnavigation noch für die Nutzung mit Screenreadern ausgelegt war.

     

  • Präsenz von Lehrkräften :Die Lehrkräfte bei Iris Hadar werden dazu ermutigt, jeden Kurs mit einem kurzen Video auf der Ankündigungsseite zu beginnen. Darin stellen sie sich vor und heissen die Lernenden im Kurs willkommen. Dies ist der erste Kontakt der Lernenden mit ihrer Lehrkraft und prägt die weitere Kommunikation im Kurs. Die Lehrkräfte veröffentlichen dort auch ihre Sprechzeiten. So wissen die Lernenden genau, wann und wie sie ihre Lehrkraft über den itslearning Chat erreichen können. Über die Integration von Microsoft Teams führen die Lehrkräfte ausserdem Einzelgespräche mit ihren Lernenden. Dabei helfen sie ihnen, sich im Kurs zurechtzufinden, und schaffen einen geschützten Raum, in dem die Lernenden offen darüber sprechen können, was sie beschäftigt. Um die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zu fördern, nehmen die Lernenden zudem an verpflichtenden Gruppendiskussionen in itslearning und an Gesprächen über Microsoft Teams teil.

    Auch kleine Gesten sind wichtig: eine Nachricht am Montag, mit guten Wünschen für die Woche oder ein kurzer Gruß am Freitag vor dem Wochenende. Solche Nachrichten sind schnell geschrieben, können für Lernende im Fernunterricht aber serh viel bedeuten.  


  • Begleitung von Lernenden: Bei Iris Hadar betreut jede Lehrkraft etwa 200 Lernende. Deshalb benötigen die Lehrkräfte gute Berichtsfunktionen, um die Lernfortschritte im Blick zu behalten. Chrystel bezeichnet die 360°-Berichte von itslearning als eine „Goldgrube für uns Lehrkräfte!“ In den Berichten können sie schnell erkennen, ob Lernende nicht weiterkommen oder seit einiger Zeit nicht mehr aktiv waren. Die Lehrkraft kann dann frühzeitig Kontakt aufnehmen und gezielte Unterstützung anbieten. So lassen sich Lernende besser begleiten und das Risiko verringern, dass sie zurückfallen oder ihren Kurs abbrechen.  

    Bei der Rückmeldung zu Aufgaben ist das Ziel immer, persönlich zu kommunizieren. Idealerweise erfolgt das Feedback als Audio- oder Videodatei statt nur als Text. So wissen die Lernenden, dass eine Lehrkraft ihre Arbeit tatsächlich gelesen und sich Zeit für eine persönliche Rückmeldung genommen hat. Direkt unter dem Feedback können die Lernenden antworten und Rückfragen stellen. Dadurch können Lehrkräfte besser erkennen, ob die Aufgabe und die Rückmeldung wirklich verstanden wurden. 

„Wenn wir Beziehungen zu unseren Lernenden aufbauen, steigern wir nicht nur ihre Motivation. Wir schaffen auch einen geschützten Raum, in dem sie sich mit Fragen an uns Lehrkräfte wenden können oder wenn sie einfach jemanden zum Reden brauchen.“

Chrystel Sinclair-Brandt,
Iris Hadar

Ein erwachsener männlicher Schüler:in eine Brille trug und ein blaues T-Shirt, saß an einem Schreibtisch und arbeitete an einem Laptop.

 

Das Ergebnis: Technologie, die das Versprechen der Inklusion einlöst 

Chrystel Sinclair-Brandt betont, dass der Planer die pädagogisch sinnvolle Gestaltung von Kursen deutlich erleichtert hat. Seit der Einführung des Planers im August 2025 verzeichnet Iris Hadar einen Rückgang der Studienabbrüche um 7 % und einen Rückgang der nicht bestandenen Bewertungen um 4 %. Gleichzeitig ist der Anteil der bestandenen Bewertungen im selben Zeitraum um 3 % gestiegen. Auch die Zahl der Kursteilnehmenden hat sich in den drei Jahren, in denen Iris Hadar itslearning nutzt, nahezu verdreifacht. Die neuen Systeme, insbesondere die Lernplattform und der Planer, haben Iris Hadar sowohl die technischen Voraussetzungen gegeben, um diese deutlich grössere Zahl an Lernenden zu betreuen, als auch die Werkzeuge, um ihnen eine bessere Lernstruktur zu bieten. Auch die Gründe für Studienabbrüche haben sich verändert. Trotz der gestiegenen Zahl an Kursteilnehmenden ist die Zahl der Lernenden, die aufgrund studienbezogener Schwierigkeiten abbrechen, tatsächlich zurückgegangen. Dazu gehören beispielsweise zu anspruchsvolle Lernmaterialien oder sprachliche Barrieren.

Auch die Kommunikation und die Begleitung der Lernenden haben sich durch die Rückkehr zu itslearning deutlich verbessert. Die 360°-Berichte zeigen den Lehrkräften auf einen Blick, wie viel Zeit die Lernenden für ihre Aktivitäten aufgewendet haben. So erhalten sie die Informationen, die sie benötigen, um frühzeitig Kontakt zu Lernenden aufzunehmen, bei denen das Risiko besteht, den Anschluss zu verlieren. itslearning bietet Lehrkräften verschiedene Möglichkeiten, mit ihren Lernenden in Kontakt zu bleiben. Über die Ankündigungen wird die gesamte Klasse informiert. Rückmeldungen zu Aufgaben können einen direkten Austausch über Lernziele anstossen. Die Chatfunktion ermöglicht eine schnelle und übersichtliche Kommunikation mit einzelnen Lernenden. Benachrichtigungen sorgen dafür, dass Lehrkräfte Aktivitäten nicht manuell nachverfolgen müssen.

Anders als zu der Zeit, als jeden Morgen 300 E-Mails eingingen, sind Nachrichten in itslearning klar und konkret. Sie enthalten zum Beispiel eine Frage zu einem Lerninhalt oder die Bitte um eine Fristverlängerung aufgrund einer Erkrankung. Bei der kostenlosen Lernplattform bezogen sich die Fragen hingegen häufig auf die Plattform selbst: Wo finde ich meine Aufgabe? Warum kann ich meine Rückmeldung nicht finden? Wie reiche ich meine Arbeit ein? Wenn die Kursstruktur klar ist, entfallen diese Fragen vollständig. Eine übersichtliche Struktur, die effiziente Anpassung von Kursen und gute Kommunikationsmöglichkeiten erleichtern den Alltag sowohl für Lehrkräfte als auch für Lernende. Chrystel fasst es treffend zusammen:

„Wenn Sie die Präsenz der Lehrkräfte stärken möchten, brauchen Sie itslearning. Wenn Sie Aufgaben differenzieren, Ihre Lernenden erreichen und Ihre Kurse an die Bedürfnisse einzelner Lernender anpassen möchten, entscheiden Sie sich für itslearning. Wenn Sie die Entwicklung Ihrer Lernenden wirklich begleiten, genau wissen möchten, woran sie arbeiten, und Studienabbrüchen frühzeitig entgegenwirken wollen, ist itslearning die richtige Wahl. Sie bieten uns eine Plattform, mit der wir unsere Arbeit für Lernende im Fernunterricht so ausführen können, als wären wir gemeinsam in einem Klassenzimmer.“

Chrystel Sinclair-Brandt,
Iris Hadar

 

 


Nutzung von itslearning:
Seit 2023

Anzahl der Schüler:innen:
6177

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