Iris Hadar ist eine Einrichtung der Erwachsenenbildung, deren Fundament auf sozialer Inklusion beruht. Die Geschichte der Schule reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Gegründet wurde sie von einer Gruppe sehbehinderter Menschen, die ihren eigenen Weg in die Arbeitswelt schufen, zu einer Zeit, als der Arbeitsmarkt sie ausschloss. Auch heute ist die Botschaft der Inklusion weiterhin deutlich spürbar. Die stellvertretende Schulleiterin Chrystel Sinclair-Brandt bringt es so auf den Punkt: „Es spielt keine Rolle, wer Sie sind. Unabhängig von Ihrer Herkunft, Ihren Sprachkenntnissen oder möglichen Diagnosen haben Sie das Recht, Teil der Gesellschaft zu sein und sie mitzugestalten.“
Iris Hadar bietet einen umfassenden Bildungs- und Karriereweg, der von SFI (Schwedisch für Einwanderer) über die Erwachsenenbildung in der Primar- und Sekundarstufe sowie die berufliche Ausbildung in den Bereichen Gesundheit, Sozialwesen und Kinderbetreuung bis hin zu gezielten Unterstützungsangeboten reicht, die Einzelpersonen dabei helfen sollen, erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
Die Lernenden haben sehr unterschiedliche Hintergründe und Lebenssituationen. Viele von ihnen lernen vollständig online. Einige sind neu zugewandert, andere sind seit längerer Zeit arbeitslos und möchten sich beruflich neu qualifizieren. Dazu kommen Menschen, die ihre Schulbildung nicht abschliessen konnten, sowie Berufstätige, die sich beruflich neu orientieren möchten. Viele Lernende haben diagnostizierte Unterstützungsbedarfe, zum Beispiel aufgrund einer Sehbeeinträchtigung, ADHS oder Legasthenie. Andere tragen Verantwortung für die Betreuung von Familienangehörigen oder Verwandten. Deshalb benötigen diese Lernenden ein hohes Mass an Flexibilität in ihrem Studium.
Die erwachsenen Lernenden bei Iris Hadar müssen Arbeit, Familie und Betreuungsaufgaben mit ihrem Studium vereinbaren und lernen fast ausschliesslich online. Sie unabhängig von Herkunft, Sprachniveau oder Beeinträchtigung zu motivieren, zu unterstützen und wirklich einzubeziehen, erfordert eine digitale Lernumgebung, die Flexibilität ermöglicht, für alle Lernenden zugänglich ist und Lehrkräften hilft, für ihre Lernenden präsent zu sein. Das Fernstudium bietet die Möglichkeit, im eigenen Tempo zu lernen und die Lernzeiten an andere Verpflichtungen anzupassen. Bei einem vollen Alltag und ohne einen physischen Schulort kann dies jedoch für Lernende ohne ausgeprägte Lerngewohnheiten schwierig sein. Für sie sind eine klare Kursstruktur und die Präsenz der Lehrkräfte entscheidend. Beides hilft ihnen, engagiert zu bleiben und ihre Kurse erfolgreich abzuschliessen.
Im Jahr 2022 entschied sich Iris Hadar, itslearning durch ein kostenloses Lernmanagementsystem zu ersetzen. Bereits 2023 kehrte die Einrichtung zu itslearning zurück, da das neue System nicht die Funktionen bot, die Lehrkräfte und Lernende benötigten. Die Struktur der kostenlosen Plattform war einfach, aber nicht intuitiv. Lernende hatten Schwierigkeiten, ihre Aufgaben, Lernmaterialien und Rückmeldungen zu finden. Ausserdem fehlten Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Kurse, Funktionen zur Barrierefreiheit und aussagekräftige Einblicke in die Lernaktivitäten. Für eine sehbeeinträchtigte Lehrkraft war die kostenlose Plattform überhaupt nicht nutzbar. Auch die Lernenden äusserten Beschwerden. Als Gründe für einen Abbruch nannten sie unter anderem zu schwierige Lernmaterialien und sprachliche Barrieren. Die Lehrkräfte bei Iris Hadar waren engagiert und erfahren. Ohne die passenden digitalen Werkzeuge war es jedoch sehr schwierig, inklusive Bildung zu ermöglichen, insbesondere für Lernende im Fernunterricht. Die Lehrkräfte begannen ihren Arbeitstag mit einem unguten Gefühl, weil sie wussten, dass in ihrem Posteingang 300 bis 500 E-Mails von Lernenden warteten, die Unterstützung bei der Nutzung der Plattform benötigten.
„Wenn wir davon sprechen, alle Menschen in die Gesellschaft und in die Bildung einzubeziehen, ist das mit einer Plattform, die diese Anforderungen nicht erfüllt, nicht möglich. Barrierefreiheit war in dem kostenlosen Lernmanagementsystem schlicht nicht vorgesehen.“
Chrystel Sinclair-Brandt
Iris Hadar
Die Herausforderungen von Inklusion und Motivation in der digitalen Erwachsenenbildung lassen sich nur mit der richtigen Lernumgebung bewältigen. Richtig eingesetzt, kann Technologie eine wichtige Grundlage für Inklusion schaffen. Voraussetzung ist jedoch, dass Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigt wird. Die Plattform muss übersichtlich und intuitiv sein und den Lernenden einen klaren Weg vom Kursbeginn bis zum Abschluss bieten. Das ist besonders wichtig für neurodivergente Lernende sowie für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, die auf die Navigation per Tastatur und auf die Möglichkeit angewiesen sind, sich Aufgaben und Lernmaterialien vorlesen zu lassen. Eine strukturierte und verlässliche Kursumgebung kommt jedoch allen Lernenden zugute.
Da die Lernenden bei Iris Hadar sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, müssen Lehrkräfte Aufgaben differenzieren und Kursinhalte an den individuellen Bedarf anpassen können. Dafür benötigen sie geeignete Werkzeuge, die ihre Präsenz im Kurs stärken und den Austausch mit den Lernenden unterstützen.
„Wenn wir Beziehungen zu unseren Lernenden aufbauen, steigern wir nicht nur ihre Motivation. Wir schaffen auch einen geschützten Raum, in dem sie sich mit Fragen an uns Lehrkräfte wenden können oder wenn sie einfach jemanden zum Reden brauchen.“
Chrystel Sinclair-Brandt,
Iris Hadar
Chrystel Sinclair-Brandt betont, dass der Planer die pädagogisch sinnvolle Gestaltung von Kursen deutlich erleichtert hat. Seit der Einführung des Planers im August 2025 verzeichnet Iris Hadar einen Rückgang der Studienabbrüche um 7 % und einen Rückgang der nicht bestandenen Bewertungen um 4 %. Gleichzeitig ist der Anteil der bestandenen Bewertungen im selben Zeitraum um 3 % gestiegen. Auch die Zahl der Kursteilnehmenden hat sich in den drei Jahren, in denen Iris Hadar itslearning nutzt, nahezu verdreifacht. Die neuen Systeme, insbesondere die Lernplattform und der Planer, haben Iris Hadar sowohl die technischen Voraussetzungen gegeben, um diese deutlich grössere Zahl an Lernenden zu betreuen, als auch die Werkzeuge, um ihnen eine bessere Lernstruktur zu bieten. Auch die Gründe für Studienabbrüche haben sich verändert. Trotz der gestiegenen Zahl an Kursteilnehmenden ist die Zahl der Lernenden, die aufgrund studienbezogener Schwierigkeiten abbrechen, tatsächlich zurückgegangen. Dazu gehören beispielsweise zu anspruchsvolle Lernmaterialien oder sprachliche Barrieren.
Auch die Kommunikation und die Begleitung der Lernenden haben sich durch die Rückkehr zu itslearning deutlich verbessert. Die 360°-Berichte zeigen den Lehrkräften auf einen Blick, wie viel Zeit die Lernenden für ihre Aktivitäten aufgewendet haben. So erhalten sie die Informationen, die sie benötigen, um frühzeitig Kontakt zu Lernenden aufzunehmen, bei denen das Risiko besteht, den Anschluss zu verlieren. itslearning bietet Lehrkräften verschiedene Möglichkeiten, mit ihren Lernenden in Kontakt zu bleiben. Über die Ankündigungen wird die gesamte Klasse informiert. Rückmeldungen zu Aufgaben können einen direkten Austausch über Lernziele anstossen. Die Chatfunktion ermöglicht eine schnelle und übersichtliche Kommunikation mit einzelnen Lernenden. Benachrichtigungen sorgen dafür, dass Lehrkräfte Aktivitäten nicht manuell nachverfolgen müssen.
Anders als zu der Zeit, als jeden Morgen 300 E-Mails eingingen, sind Nachrichten in itslearning klar und konkret. Sie enthalten zum Beispiel eine Frage zu einem Lerninhalt oder die Bitte um eine Fristverlängerung aufgrund einer Erkrankung. Bei der kostenlosen Lernplattform bezogen sich die Fragen hingegen häufig auf die Plattform selbst: Wo finde ich meine Aufgabe? Warum kann ich meine Rückmeldung nicht finden? Wie reiche ich meine Arbeit ein? Wenn die Kursstruktur klar ist, entfallen diese Fragen vollständig. Eine übersichtliche Struktur, die effiziente Anpassung von Kursen und gute Kommunikationsmöglichkeiten erleichtern den Alltag sowohl für Lehrkräfte als auch für Lernende. Chrystel fasst es treffend zusammen:
„Wenn Sie die Präsenz der Lehrkräfte stärken möchten, brauchen Sie itslearning. Wenn Sie Aufgaben differenzieren, Ihre Lernenden erreichen und Ihre Kurse an die Bedürfnisse einzelner Lernender anpassen möchten, entscheiden Sie sich für itslearning. Wenn Sie die Entwicklung Ihrer Lernenden wirklich begleiten, genau wissen möchten, woran sie arbeiten, und Studienabbrüchen frühzeitig entgegenwirken wollen, ist itslearning die richtige Wahl. Sie bieten uns eine Plattform, mit der wir unsere Arbeit für Lernende im Fernunterricht so ausführen können, als wären wir gemeinsam in einem Klassenzimmer.“
Chrystel Sinclair-Brandt,
Iris Hadar
Nutzung von itslearning:
Seit 2023
Anzahl der Schüler:innen:
6177